Strafkatalog StVO


Strafkatalog und Bußgeldkatalog Verkehr

Straßenverkehrsrecht (StVR)

Unsere Übersicht des deutschen Strafkatalog bzw. Bußgeldkatalog enthält sämtliche Änderungen der Bußgelder, sowie die Punktevergabe bei Regelverstößen im Straßenverkehr.

Novelle der StVO 2020

+++ UPDATE: Alle Änderungen des Bußgeldkatalogs vom April sind derzeit ausgesetzt. Wir berichten an dieser Stelle wie es weitergeht. +++

Der Bundesrat hat der (fahrradgerechten) Novelle der Straßenverkehrsordnung Anfang 2020 zugestimmt. Damit kommen neue Regeln und Strafen für Regelverstöße auf die Verkehrsteilnehmer auf deutschen Straßen zu:

  • Überholabstand zu Fahrrädern innerorts und außerorts in der StVO: Innerhalb von Ortschaften gilt ein Überholabstand von 1,5 Metern, ausserorts ein Abstand von 2 Metern
  • Haltverbot auf Schutzstreifen
  • LKW dürfen beim Rechtsabbiegen nur noch Schritttempo fahren (LKW ü 3,5 Tonnen)
  • Neuregelung zum Halten und Parken an Kreuzungen
  • Erhöhung der Sanktionen für Fahrradfahren auf Gehwegen

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Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr und deren Konsequenzen

Ein einfacher Verstoß gegen das Straßenverkehrsrecht heißt „Ordnungswidrigkeit“. Je nach ihrer Schwere wird die Regelüberschreitung unterschiedlich geahndet: Bei den „geringfügigen“ Überschreitungen fällt ein Verwarnungsgeld an, bei den „gravierenden“ ein Bußgeld mit Punkten im Verkehrszentralregister in Flensburg und eventuell einem Fahrverbot.

Verwarnungsgeld: bei geringfügigen Überschreitungen
Mit der Verwarnung – meist verbunden mit einem Verwarnungsgeld von 5 bis 35 Euro – werden kleine Unachtsamkeiten und geringfügigere Verkehrsordnungswidrigkeiten bestraft, beispielsweise

  • das Fahren ohne Erste-Hilfe-Material,
  • das Unterlassen des Blinkens beim Abbiegen oder
  • das Überschreiten der Anmeldefrist für die Abgasuntersuchung.

Wer bezahlt, hat keine weiteren Folgen zu befürchten und kann die Mitteilung über das Verwarnungsgeld getrost abheften. Aber Vorsicht: Bei nicht fristgerechter Bezahlung steht ein Bußgeldverfahren ins Haus. Dabei können sich die Kosten schnell stark erhöhen.

Bußgeld: bei gravierenden Überschreitungen
Einen Bußgeldbescheid bekommt derjenige, dem ein „gravierender“ Verstoß gegen Verkehrsregeln angelastet wird. Wer den Bescheid akzeptiert, muss mit einem Bußgeld von mindestens 40 Euro und mindestens einem Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg rechnen. Auch ein Fahrverbot ist möglich. Die Einzelheiten sind in dem jeweiligen Bußgeld bescheid aufgeführt.

Innerhalb von zwei Wochen können Betroffene gegen den Bescheid Einspruch erheben. Das sollte allerdings nur derjenige tun, der die vorgebrachten Anschuldigungen plausibel entkräften kann. Wie man im Einzelnen vorgehen muss, steht im Bußgeldbescheid selbst: Er enthält eine genaue Rechtsmittelbelehrung.

Straftaten im Straßenverkehr und deren Konsequenzen

Bei Verstößen gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen des Strafgesetzbuchs und anderer Gesetze spricht man nicht mehr von Ordnungswidrigkeiten, sondern von Straftaten. Das können beispielsweise sein:

  • Führen eines Kraftfahrzeugs ohne Fahrerlaubnis oder trotz Fahrverbots,
  • unerlaubtes Entfernen vom Unfallort als Beteiligter oder
  • fahrlässige Verletzung oder Tötung eines anderen im Straßenverkehr.

Ahndung von Straftaten
Je nach Schwere des Verstoßes und individueller Schuld können die Gerichte folgende Strafen verhängen:

  • ein Fahrverbot von einem bis zu drei Monaten,
  • den Entzug der Fahrerlaubnis, wobei nach Ablauf der Sperrfrist ein neuer Führerschein beantragt werden muss,
  • Geldstrafen entsprechend der individuellen Einkommensverhältnisse (Staffelung von fünf bis 360 Tagessätzen zu 1 bis 5.000 Euro) oder
  • eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

Letzte Aktualisierung am 4.07.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API