Unfallstatistik

Unfallstatistik Deutschland

Unfallstatistik – Zahlen, Daten, Fakten
Im Bereich Unfallstatistik erfahren Sie regelmäßig die neuesten Zahlen zu Unfällen auf deutschen Landstraßen und Autobahnen sowie deren Ursachen. Erfahren Sie Trends, in welche Richtung sich die Unfallzahlen entwickeln (können).

Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland 2015

Unfallstatistik Deutschland 2015
Unfälle20142015Veränderungsrate
mit tödl. Ausgang3.3773.459+2,4%
Unfälle insgesamt2.406.6852.516.831+4,6%

Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland 2014

Unfallstatistik Deutschland 2014
Unfälle20132014Veränderungsrate
mit tödl. Ausgang3.3393.377+1,1%
Unfälle insgesamt2.414.0112.406.685-0,3%

Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland 2013

Unfallstatistik Deutschland 2013
Unfälle20122013Veränderungsrate
mit tödl. Ausgang3.3393.606+8,0%
Unfälle insgesamt2.386.8922.414.011+ 1,1%

Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland 2012

Im Jahr 2012 gab es erfreulicher Weise weni­ger To­des­opfer im Stras­sen­ver­kehr denn je. Die höchste Zahl an Verkehrstoten gab es übrigends im Jahr 1970. Damals wurden über 21.000 Verkehrstote registriert

Unfallstatistik Deutschland 2012
Unfälle20112012Veränderungsrate
mit tödl. Ausgang4.0093.606– 10,1%
Unfälle insgesamt2.361.4572.386.892+ 1,1%

Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland 2011

Unfallstatistik Deutschland 2011
Unfälle20102011Veränderungsrate
mit tödl. Ausgang36163991+ 9,4%
Unfälle insgesamt24112712361457– 2,1%

Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland 2010

Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen sinkt in 2010 erstmals unter die 4000er Grenze.

Unfallstatistik Deutschland 2010
Unfälle20092010*Veränderungsrate
mit tödl. Ausgang41523700– 10%
Unfälle insgesamt23130002349000+ 2%

* Zahlen sind geschätzt

Die Zahlen sind in einer Hinsicht sehr erfreulich: Seit 1970 (höchste Zahl der getöteten Menschen im Straßenverkehr) nimmt die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr kontinuierlich ab. Bedauerlicher Weise nehmen die Unfälle insgesamt leicht zu.

Entwicklung der Straßenverkehrsunfälle in Deutschland 2009

In der folgenden Übersicht können Sie die Entwicklung der Unfallzahlen im deutschen Straßenverkehr von 2008 bis 2009 entnehmen.

Unfallstatistik Deutschland 2009
Unfälle20082009Veränderungsrate
mit tödl. Ausgang44774152– 7,3%
Unfälle insgesamt22892102310000+ 0,9%

Positiv ist die Entwicklung bei den Unfällen mit Todesfolge. Im Jahr 2009 sind demnach 325 Menschen weniger auf deutschen Straßen ums Leben gekommen.

Seit 1991 sinkt die Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland kontinuierlich

Auch die Zahl der Verletzten hat im letzten Jahr weiter abgenommen. In der Bilanz stehen 2,9% weniger Schwerverletzte und 2,7% weniger Leichtverletzte Verkehrsteilnehmer im Gegensatz zu 2008. Negativ fällt lediglich die Bilanz bei den Unfällen insgesamt aus.
Diese Zahlen bestätigen den Langzeittrend der seit 1991 anhält. Seit 1991 sinkt die Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland kontinuierlich.

Unfallstatistik Deutschland zwischen 1991 und 2008

Für die folgende Untersuchung wurden Daten der Unfallstatistik in Deutschland zwischen 1991 und 2008 genutzt. Erhoben wurden Zahlen zu den folgenden Ausprägungen:

  • Straßenklassen: Autobahnen, Bundesstraßen, Landesstraßen, Kreisstraßen und andere Straßen.
  • Ortslage: Innerorts und außerorts.
  • Unfälle: Mit Personenschaden, Getötete, Schwerverletzte, Leichtverletzte.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderungsrate der Werte der jeweiligen Ausprägungen für die Jahre 1991 und 2008:

Unfallstatistik 1991-2008
StraßenklasseOrtslageUnfälleVeränderungsrate 1991/2008
AutobahnenaußerortsUnfälle mit Personenschaden-33,20
Getötete-68,11
Schwerverletzte-55,34
Leichtverletzte-27,69
BundesstraßeninnerortsUnfälle mit Personenschaden-29,28
Getötete-72,22
Schwerverletzte-56,51
Leichtverletzte-20,88
außerortsUnfälle mit Personenschaden-35,81
Getötete-62,66
Schwerverletzte-56,88
Leichtverletzte-27,74
LandesstraßeninnerortsUnfälle mit Personenschaden-4,84
Getötete-52,98
Schwerverletzte-36,60
Leichtverletzte3,63
außerortsUnfälle mit Personenschaden-23,38
Getötete-52,80
Schwerverletzte-46,32
Leichtverletzte-14,44
KreisstraßeninnerortsUnfälle mit Personenschaden-12,38
Getötete-60,92
Schwerverletzte-43,02
Leichtverletzte-1,33
außerortsUnfälle mit Personenschaden-19,58
Getötete-51,75
Schwerverletzte-44,56
Leichtverletzte-11,45
Andere StraßeninnerortsUnfälle mit Personenschaden-4,17
Getötete-60,27
Schwerverletzte-36,35
Leichtverletzte2,78
außerortsUnfälle mit Personenschaden-27,83
Getötete-61,38
Schwerverletzte-47,06
Leichtverletzte-23,71

Die Ausprägungen, die eine Veränderungsrate von mehr als -50% aufweisen, sind grün markiert. Ausprägungen mit einer Veränderungsrate bis -10% sind rot gekennzeichnet. Quelle: destatis

An der Unfallstatistik fällt sofort auf, dass die Veränderungsrate bei den im Straßenverkehr getöteten Personen die am stärksten sinkende von allen ist. Im Schnitt sinkt Sie zwischen den Jahren 1991 und 2008 auf allen Straßenklassen um ca. 60%! Auch die Rate der Schwerverletzten auf deutschen Autobahnen und Bundesstrassen ist stark rückläufig (über 50%).
Ich denke, diese Entwicklung ist sehr positiv und ein Ansporn die Technik und die Sicherheit auf den Straßen weiter zu erhöhen. Jedoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Zahl der Leichtverletzten auf Landesstraßen und anderen Straßen (z.B. Seitenstraßen) sogar ansteigt. Auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden insgesamt geht auf den kleineren Straßen nicht in dem Maße zurück wie beispielsweise auf den deutschen Autobahnen.
Nichts desto trotz kann das Bundesverkehrsministerium auf der Arbeit der letzten Jahrzehnte aufbauen und sich durch öffentliche Diskussionen wie dem Streit um die Verkehrsschilder (Gültigkeit alter Verkehrsschilder vs. neuer Verkehrsschilder) aus der Ruhe bringen lassen. Es geht nun in erster Linie darum, die kleineren Straßen (Kreisstraßen, Nebenstraßen, usw.) sicherer zu machen, sei es durch Tempo-Begrenzungen, Verkehrsberuhigte Bereiche oder neue Verkehrsschilder.

Sonstige Statistiken zum Thema Straßenverkehr

MPU – Begutachtungsanlässe im Zeitraum 2006-2009

MPU 2006-2009
Anlassgruppe2006200720082009Veränderungsrate 06/09
Körperliche und geistige Mängel26824723730413,43
Neurologisch-psychiatrische Mängel273279288269-1,47
Auffälligkeit bei der Fahrerlaubnisprüfung1121108914832,14
Verkehrsauffälligkeiten1225813066133941397514,01
Sonstige strafrechtliche Auffälligkeiten319232803505392022,81
Alkohol erstmalig35472341193261031620-10,86
Alkohol wiederholt18328181531809518088-1,31
Betäubungsmittel- und Medikamentenauffällige15823148731459015536-1,81
Alkohol in Kombination mit allgemeiner Verkehrsauffälligkeit75167209722678925,00
Alkohol in Kombination mit sonstigen Drogen und Medikamenten182518121759215818,25
Allgemeine Verkehrs- und sonstige strafrechtliche Auffälligkeiten171918051930213224,03
BtM /Medikamente und allgemeine Verkehrsauffälligkeiten155716381810217939,95
Sonstige Mehrfachfragestellungen122012001240161632,46
Untersuchungen nach FeV §§10 Abs.2 und 11 Abs.3 Nr.2 (Mindestalter)52816197589256597,16
Untersuchungen nach FahrlG §3 S. 1 Nr.3 und §33 Abs.3 (Fahrlehrer)363241183214-41,05
Sonstige Anlässe (mit Erläuterungen)25425228937246,46
Gesamt1054701044811031371060820,58

Die Zahlen zeigen, dass es insgesamt zwischen 2006 und 2009 kaum eine Veränderung (0,58%) bei der Anzahl Begutachtungen gegeben hat. Auffälligkeiten gibt es lediglich in den einzelnen Anlassgruppen. So steigerte sich die Anzahl der Begutachtungen aufgrund von Auffälligkeiten bei der Führerschein Prüfung um satte 32%! Auch allgemeine Verkehrsauffälligkeiten legten um knapp 40% zu. Auf der anderen Seite nahmen im selben Zeitraum die Untersuchungen nach FahrlG §3 S. 1 Nr.3 und §33 Abs.3 (Fahrlehrer) um 40% ab.

Letzte Aktualisierung am 22.08.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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